Wald und Forstwirtschaft in den USA

Teilen:

Die Waldfläche der USA (einschließlich Alaska) umfasste vor der Besiedelung der Europäer eine Fläche von ca. 400 Mio. ha, was ungefähr der Hälfte der Landfläche betraf. Dreiviertel davon betrafen das östliche Drittel des Landes. Heutzutage gibt es nur noch etwa 300 Mio. ha. Wald und verteilt sich über das ganze Land.
Nordamerika war vor dem ersten Kontakt mit den Europäern nicht von einem einheitlichen Urwald bedeckt, der sich mit einem guten Gleichgewicht mit der Umwelt befand. Die Wälder mussten viele dynamische Einwirkungen, Störungen oder katastrophale Ereignisse über sich ergehen lassen, die einen starken Einfluss auf Flora und Fauna hatten. Schon die Einflüsse, die durch die indianische Urbevölkerung verursacht wurden, beeinflussten die Walddynamik. Dabei spielten beispielsweise die Rodungen für landwirtschaftliche Kulturen und die Einführung anthropogener Feuerregimes eine wesentliche Rolle. Dabei wurden die Naturressourcen nicht immer nachhaltig genutzt, was den Niedergang der Anasazi-Kultur im 13. Jahrhundert erklärt. Durch die Besiedelung der USA durch die Europäer, wurden besonders im Osten und Süden große Waldanteile in Agrarland umgewandelt. Doch blieben noch zwei Jahrhunderte nach der ersten Besiedelung die Wälder, als landschaftliches Hauptmerkmal. 1796 schrieb ein französischer Naturforsche „Das auffälligste Merkmal des Landes sei sein nahezu allgegenwärtiger Wald, der am Atlantik und sich bis ins Herz des Landes verdichtet und erweitert.“ Er schrieb in seinem Reisebericht, dass er selten durch so viele Ländereien gereist ist, bei denen mehr als drei Meilen am Stück unbewaldet oder gerodet waren. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gab es noch knapp 50 % Waldfläche. Heute umfasst er mit knapp 300 Mio. Hektar noch ca. 70 % der ursprünglichen Fläche. Ein großer Teil der gerodeten Flächen befindet sich an landwirtschaftlichen Grenzertragsstandorten.

Die Waldinventur gliedert die USA in folgende Regionen und Unterregionen
Region: Unterregionen
Norden: (North) Northeast, North Central
Süden:(South) Southeast, South Central
Rocky Mountain Great Plains, Intermountain
Pazifische Küste: (Pacific Coast) Alaska, Pacific Northwest, Pacific Southwest

Waldfläche/regionale Verteilung
In den USA gibt es 300 Mio. Hektar Wald. Die größten Waldflächen befinden sich im Norden und im Süden. Die Regionen Northeast und Southeast haben die höchsten Bewaldungsprozente. Die Rocky Mountains haben die geringsten Bewaldungsprozente. Nur ein kleiner Teil der Waldfläche wird als produktiver Wirtschaftswald genutzt. Waldflächen, die sich in Totalreservaten, wuchsschwache Wälder und waldartige Halboffenlandschaften befinden zählen nicht zu den Wirtschaftswäldern. Im Norden und Süden gibt es viele Wirtschaftswälder. Dagegen gibt es in den Unterregionen Intermountain Pacific Southwest und Alaska kaum Anteile an Wirtschaftswäldern.

Waldbesitzer
17 % der Fläche des Wirtschaftswaldes gehören dem Bund „federal“. Der National Forrest umfässt eine Fläche von 34 Mio. Hektar Wirtschaftswald und ist Bundeseigentun. Um die Jahrhundertwende wurden die meisten National Forrest dadurch geschaffen, dass die Ländereien zu öffentlichem Eigentum erklärt wurden. Die meisten Wälder befanden sich zu dem Zeitpunkt im Westen. Daher ist dort auch der größte Teil zu finden.

Teilen:


Hinterlass ein Kommentar

Vorheriger:

Nächster: