Vulkane

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Vulkane entstehen, wenn Magma (Gesteinsschmelze) bis an die Oberfläche der Erde gelangt. Der Oberbegriff für den Aufstieg und den Austritt der glutflüssigen Gesteinsmassen ist Vulkanismus. Bei einem Vulkanausbruch treten nicht nur glutflüssige Stoffe aus, sondern auch feste oder gasförmige Substanzen.
In der Erde schmelzen in einer Tiefe ab 100 km bei der Temperatur zwischen 1000 und 1300 Grad Celsius die Gesteine zu zähen Magma. Dieses sammelt sich in großen, tropfenförmigen Magmaherden in einer Tiefe von 2 bis 50 km. Wird der Druck zu stark, dann steigt das Magma über Spalten der Lithosphäre auf. Magma, das so an die Erdoberfläche gelangt, nennt man Lava. Die meisten Vulkane sind kegelförmig gebildet. Es gibt aber auch kuppelförmig gewölbte Vulkane.

Vulkantypen und Bezeichnungen
Schildvulkan Skjaldbreiður, Island
Stratovulkan Fujisan, Japan
Weinfelder Maar, Eifel

Vulkane unterteilt man nach ihrer äußeren Form, der Art ihres Magmazufuhrsystems, dem Ort und der Art ihrer Aktivität.

Unterteilung nach der äußeren Form:
Schichtvulkane (auch Stratovulkane genannt)
Schildvulkane
Schlacken- und Aschenkegel
Lavadom
Maar
Caldera
Tafelvulkan
Decken- oder Plateauvulkan (vergleiche auch Trapp und Flutbasalt)

Unterteilung nach der Art des Magmenzufuhrsystems:
Zentral-Vulkane
Spalten-Vulkane

Unterteilung nach dem Ort ihres Auftretens:
subaerische Vulkane (Vulkane an Land oder über Wasser)
submarine Vulkane, Seamount, Guyot (Vulkane im Meer unter Wasser)
subglaziale Vulkane (Vulkane unter einem Gletscher)
extraterrestrische Vulkane (Vulkane auf anderen Himmelskörpern)

Unterteilung nach der Art ihrer Tätigkeit:
effusive Tätigkeit (ruhiges Ausfließen der Lava)
explosive oder ejektive Tätigkeit
gemischte effusive und explosive Tätigkeit
Vulkane mit besonders heftiger explosiver Tätigkeit werden Supervulkane genannt

Vulkane werden auch durch ihre Aktivität eingeordnet in:
aktive Vulkane (aktiver Vulkanismus)

inaktive oder schlafende Vulkane (kein aktiver Vulkanismus, Voraussetzungen für erneute Aktivität sind jedoch gegeben)

erloschene Vulkane (durch fehlende Magmazufuhr keine Aktivität mehr möglich)

Viele Vulkane haben eine unterschiedliche Aktivität. Ein gutes Beispiel dafür ist der sizilianische Vulkan Ätna.

Unter einem Paroxysmus versteht man die Folge von sich steigernden Ausbrüchen eines Vulkans.
Durch die vulkanische Aktivität entsteht ein Berg. Dieser wird nach seiner Form Vulkankegel oder Vulkandom genannt. Die Öffnung, aus der die Lava austritt, nennt man Vulkanschlot und die Spitze eines Vulkans Vulkankrater. Wenn ein Schlot über einer Magmakammer zusammenbricht, bildet sich ein Einbruchskrater, der als Caldera bezeichnet wird.

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