Ursprung der Sternbilder – von der Antike bis heute

Teilen:

Sterne bilden am Himmel auffällige Formen, die schon seit langer Zeit in Sternbilder zusammengefasst worden sind. Sie haben nichts mit einer physikalischen Zusammengehörigkeit der jeweiligen Sterne zu tun, die oft Hunderte von Lichtjahren von einander entfernt liegen. Da sie für das Auge aber scheinbar nahe beieinander liegen, hat man diese Sternbilder bereits in frühzeitlichen Höhlenmalereien zum Ausdruck gebracht.
Sterne – Führer am Himmel
Den Sternbildern wurde in vielen Kulturen schon früh eine wichtige Rolle beigemessen. Zu bestimmten Jahreszeiten tauchten ihre Bilder auf und so wurden sie ein idealer Kalender für beispielsweise Die Aussaat und Ernte. Von den Babylonier gab es bereits vor über 4000 Jahren die ersten Tierkreisbilder. Auf sumerischen Keilschrifttafeln, die vor 2200 v. Chr. entstanden sind, fand man die Bilder „Waage und Skorpion“. Auch die Seefahrer orientierten sich an den Sternen, denn ihre nautischen Instrumente ermöglichten es, aus der Position der Gestirne die eigene zu ermitteln.

Ptolemäus mit Kollegen
Astronomisches Wissen wurde in der griechischen Antike gesammelt, erweitert und weitergegeben. Dazu gehörten auch Sternbilder, die etwa 150 n. Chr. von Ptolemäus in einem Katalog veröffentlicht wurden. Von ihnen sind heute noch 48 gültig, doch sehen sie heute etwas anders aus. Das ist auch der Grund dafür, warum so viele Sternbilder Namen Namen der griechischen Mythologie wie beispielsweise Kassiopeia oder Perseus tragen. Arabische Astronomen übernahmen sogar die ptolemäischen Sternbilder. Erst später wurden die Sternbilder durch Übersetzungen ins Lateinische ins europäische Mittelalter überreicht. Auf dieser langen Reise wurden durch verschiedene Herrscher und Kulturen immer neue Sternbilder hinzugefügt und es verschwanden auch welche, wie beispielsweise der „Thron des Caesar“.

Eine neue Welt – der Südhimmel
Durch die Seefahrt wurde eine neue Welt im 17. Jahrhundert entdeckt, der Südhimmel. Es gab für die auf der Südhalbkugel sichtbaren Sternbilder noch keine Name. Petrus Pancius und Johann Bayer führten daher 1603 neue Sternbilder ein. Sie verließen sich dabei auf Beschreibungen niederländischer Sseefahrer und bevölkerten den Südhimmel mit Wasserwesen. Im 18. Jahrhundert wurden noch eimal 13 Sternbilder hinzugefügt, die der französische Astronom Nicolas Louis de Lacaille benannte. Somit wurden die Lücken zwischen den bisherigen Sternbildern gefüllt. Wissenschaftliche Geräte dienten ihm als Namensgeber, daher gibt es auch ein Lineal, einen Sextanten oder eine Pendeluhr am Himmel.

Teilen:


Hinterlass ein Kommentar