Schlangen

Teilen:

Schlangen sind zumeist scheue und zurückhaltende Tiere, die die Nähe des Menschen im Normalfall meiden. Fühlen sie sich gestört oder angegriffen, dann wehren sie sich. Sie töten auch nur, wenn sie Nahrung benötigen. Heute sind bereits viele unserer einheimischen Arten vom Aussterben bedroht. Während sie in der christlichen Kultur als hinterlistig und falsch gelten, so werden sie in Indien als Gottheiten verehrt. Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte der Schlangen, dann sind Schlangen sehr alte Tiere, die in vielen Lebensräumen dieser Welt zuhause waren.

Durch verschiedene Sinnesorgane und weitere der Anpassung wurden die Voraussetzungen für die weltweite Verbreitung der Reptilien geschaffen. Schlangen besitzen keine Nasen sondern nutzen ihre Zunge um Gerüche wahrzunehmen. Sie haben auch keine äußeren Ohren, doch hat sie die Fähigkeit ein Beutetier zu hören, was sich mehrere Kilometer entfernt befindet. Sie nimmt es über die Vibrationen am Boden wahr, die sie mit dem Unterkiefer erspürt. Diese Vibrationen werden im Innenohr als Schallwellen in Nervenimpulse übersetzt und ans Gehirn weitergeleitet. Die gespaltene Zunge fängt Duftmoleküle aus der Luft ein und leitet diese zum Riechorgan, welches sich im Gaumenbereich befindet weiter.

Es ist das sogenannte „Jacobson’sche Organ“. Mit Hilfe dieses Organs beschnuppern die Schlangen ihre Beute. Dieses Riechorgan ist aber auch bei der Partnersuche wichtig, denn es nimmt die Sexualhormone wahr. Einige Arten, wie Boas, Grubenottern und Pythons haben Infrarotrezeptoren am Kopf, die dazu dienen kleinste Temperaturunterschiede erspüren zu können. Somit können sie warmblütige Beutetiere wie Mäuse und Ratten durch ihre Körpertemperatur wahrnehmen. Auch bei absoluter Dunkelheit gelingt es den Schlangen damit die Beute exakt zu orten und kann sie so attackieren und und töten. Die Beute wird im Ganzen verschlungen. Sie ist somit sogar in der Lage Kängurus oder Wildschweine runterzuwürgen. Sogar erwachsene Menschen sollen sie schon verschlungen haben. Dazu hängen Schlangen ihre Unterkiefer aus. Ihre Speiseröhren und Mägen sind extrem dehnbar. Hat eine Schlange eine große Mahlzeit verschlungen, dann dauert es oft Wochen, bis sie die Beute verdaut hat und erneut auf Beutezug geht.

Viele Schlangen töten ihre Beute, bevor sie sie verschlingen. Einige von ihnen nutzen dafür die Würgetechnik. Mit ihrem Maul packen sie blitzschnell zu und umschlingen das Opfer mit ihrem muskulösen Körper immer enger, bis sich das Opfer nicht mehr wehrt. Dann löst die Schlange ihren Würgegriff und verspeist die Beute immer mit dem Kopf zuerst, damit die Gliedmaßen des Opfers sie nicht beim Fressen behindert. Es gibt wesentlich mehr Würgeschlangen, als Giftschlagen. In einer Drüse, die sich am Hinterkopf der Schlange befindet, produzieren Giftschlangen das sogenannte Schlangengift. Beim Zubeißen gelangt das Gift durch die beiden hohlen Giftzähne in die Wunde des Opfers. Es gibt verschiedene Giftarten. Seeschlangen, Mambas und Kobras geben ein Gift ab, was die Nervenbahnen des Opfers lähmen und zerstören. Dabei gilt. Die Dosis macht das Gift. Ist sie zu hoch, dann stirbt das Opfer.

Teilen:


Hinterlass ein Kommentar