Entwicklung der Wale

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Über die Entwicklung der Wale wurde noch immer nicht alles herausgefunden. Wale gab es schon vor etwas 30 – 40 Millionen Jahren und man vermutet, dass sie von primitiven Huftieren des Eozäns abstammen. Diese an Land lebenden Vorfahren sind als Mesonychiden bekannt, das sind Fleisch fressende Urhuftiere, die dem Wolf sehr ähneln. Molekularbiologische Untersuchungen an Gelenkknochen haben ergeben, dass die Vorfahren der Wale eher bei den Paarhufern, den Artiodactyla zu vermuten sind.

Sie waren Landtiere, die zur Jagd die Küstengewässer, Flussmündungen und das Meer aufsuchten und sich so immer mehr an das Element Wasser anpassten. Folgende Anpassungsmerkmale an das aquatile Leben sind hier aufgelistet:

Entwicklung eines stromlinienförmigen Körpers
Verlust des Haarkleides
Ausbildung des Blubbers
Umbildung der Vordergliedmaßen zu Flippern
Neubildung von Fluke und Finne
Rückbildung von Hintergliedmaßen und Beckengürtel
Verlängerung und Verbreiterung der Schnauze
Spezialisierung des Gebisses (homodonte Zähne bzw. Barten)
Verlagerung der Nasenöffnungen
Möglichkeit des aktiven Verschließens der Nasenlöcher
Vergrößerung der Niere zum Ausscheiden überschüssigen Salzes
Verbesserung der Sauerstoffbindung durch hohen Hämoglobingehalt im Blut
Möglichkeit, nicht lebensnotwendige Organe vom Blutkreislauf vorübergehend abzuklemmen

Urwale (Archeoceti)
Die Urwale( Archaeoceti/Archaeoceten) die vor 50 – 20 Millionen Jahren gelebt haben, werden heute in Familien unterteilt. Es gibt: Pakicetidae, Ambulocetidae, Remingtonocetidae, Protocetidae, Dorudontidae und Basilosauridae Sie haben ein heterodontes Gebiss, was sie zu den meisten heute lebenden Walen unterscheidet. Außerdem ist die allmähliche Anpassung der Körperform an die des modernen Wales erkennbar. Durch viele Fossilien- Funde in den Urwäldern im heutigen Pakistan, Tunesien und Ägypten nimmt man an, dass die Geburtsstätte der Wald auf dem indischen Subkontinent ist. Die wissenschaftliche Bezeichnung für Urwale ist Archeoceti. Es gibt für die Familien und Arten der Urwale keine Trivialnamen. Es werden in allen fachlichen Texten immer die wissenschaftlichen Bezeichnungen verwendet.

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